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... für alle, die ein online-tagebuch führen möchten
bettina
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Beitrag von bettina » Mo Mär 12, 2007 11:19 pm

Hi ametrin,
vielen dank für die anleitung zur zwerchfellatmung, kommt i.m. gerade richtig da ich gleich morgen eine evtl. unangenehme begegnung mit meiner chefin habe. sie ist eine sehr dominante und aufbrausende person,
bei der man nie so genau weiß ob sie ganz cool und ruhig reagiert oder
plötzlich explodiert.
in solchen situationen bringe ich in der regel gleich eine grundröte mit, die sich dann noch verschlimmert ;-)
ich werde es also gleich morgen testen können und berichte dann mal.
liebe grüße von bettina

demian
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Beitrag von demian » Mo Mär 12, 2007 11:23 pm

kurz: was nimmst du für ein präparat?
<i>"Täglich zu hören, was über uns gesprochen wird, oder gar zu ergrübeln, was über uns gedacht wird,—das vernichtet den stärksten Mann. "<i> F.Nietzsche

Lilly11
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Beitrag von Lilly11 » Di Mär 13, 2007 9:57 pm

Hallo Ametrin,

klasse das du so regelmäßig dein Tagebuch führst. Ist sehr interessant zu sehen, welche Fortschritte du machst.
Ich habe auch Johannskrautöl hier und habe es auch schon oft erfolgreich gegen Quetschungen, Prellungen etc. verwendet. War immer sehr begeistert von dem Mittel. Habe es bis jetzt aber nur äußerlich angewendet. Wie machst du das denn? Trinkst du das?Vermischt mit Wasser? Und wieviel?

Wünsche dir weiterhin viel Erfolg,

Lilly

Ametrin
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Beitrag von Ametrin » Di Mär 13, 2007 10:55 pm

@bettina

ich wünsche dir, dass dir die Bauchatmung hilft und freu mich
schon von dir zu hören.

@demian @Lilly11

Also ich verwende Johanniskraut-Kapseln! (kein Öl)
Das Öl ist so glaube ich für die innere Anwendung nicht geeignet.

Das Präparat heißt: Dr.Böhm Johanniskraut 425mg Kapseln
Pro Tag nehm ich 850mg. (Voraussichtlich für 30 Tage)
Für eine erfolgreiche Anwendung sollte zwischen 900-1800 mg
pro Tag eingenommen werden.
Dies erreicht man eben nur mit Extrakten aus der Apotheke.
Man könnte das Johanniskraut auch mittels Tee einnehmen.
Aber dann käme man nie auf 900mg am Tag.

Anmerkung:
Die Wirkung von Johanniskraut ist aber schon seit langem bekannt!
Und da gab es noch keine hochdosierte Präparate.


TAG 9:

Es gab keine wirklich erwähnenswerte Situation und die
Stimmung war der vom 8 Tag ähnlich.
Konnte problemlos mit dem Bus fahren usw.
Ganz selten zeigt sich eine gewisse Unsicherheit die ich dann sofort
mit der Bauchatmung kompensiere.

Liebe Grüße

Ametrin
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Beitrag von Ametrin » Mi Mär 14, 2007 9:42 pm

Tag 10:

Seit ein paar Tagen sind keine Verbesserungen mehr eingetreten.
Werde nun noch 2-3 Tage abwarten und dann eine geeignete
Affirmation anwenden.

Ametrin
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Beitrag von Ametrin » Do Mär 15, 2007 9:50 pm

TAG 11:

Dieser Tag solle als gut eingestuft werden können.
Der Tag konnte ohne ein einziges Erröten erlebt werden.
Dabei hatte ich auch einige für Erythrophobieker heikle Situationen
zu bewältigen.
Teilweise wurde mir etwas bange, aber im Endeffekt konnte ich
alles meistern.
Die Auswirkungen der Depressionen waren wieder etwas geringer.

Ametrin
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Beitrag von Ametrin » Fr Mär 16, 2007 10:18 pm

Tag 12:

Heute ist seit langem wieder ein Erröten passiert.
Aber nur einmal und die Röte hielt auch nicht lange an.
Positiv war die allgemeine Verfassung.
Die depressiven Auswirkungen waren heute etwas besser als
in den letzten 2-3 Wochen.
Für mich persönlich also ein gelungener Tag.

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Egbert
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Beitrag von Egbert » Sa Mär 17, 2007 4:32 pm

...super ametrin
du bleibst echt am ball und gehst deinen weg.
schaffst du das alles ganz alleine ?
es liest sich so, als ob du ziemlich
viel rückenwind hast.
hut ab...ich wünsche dir viel erfolg :wink:
vg eggi
-----und ewig grüßt das Murmeltier !!!

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Beitrag von Ametrin » Mo Mär 19, 2007 11:59 pm

@Egbert

eigentlich bin ich schon alleine!
Im Prinzip muss man es sowieso alleine schaffen..

Tag: 13,14,15

Keine spürbaren Veränderungen.
(Da sich schon einiges verändert hat, ist das als positiv zu werten.)

Liebe Grüße

Ametrin
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Beitrag von Ametrin » Mi Mär 21, 2007 1:11 am

Tag 16:

Der Tag verlief ohne gröbere Probleme!
Irgendwie verlier ich von Tag zu Tag immer mehr die Angst
vor dem Erröten.
Heute gab es nur eine heikle Situation. Ich saß im Bus als
eine junge Dame einstieg und ich dachte dass dies eine Bekannte ist.
Mir wurde kurz etwas warm im Gesicht.
Das war es dann aber schon.
Ich hatte aber den ganzen Tag keine Angst vor dem Erröten.

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Beitrag von Ametrin » Mi Mär 21, 2007 11:00 pm

Tag 17:

Heute war der beste Tag seit der Einnahme von Johanniskraut.
Ich war absolut selbstsicher und fühlte mich allgemein sehr gut.
Situationen wo ich vor drei Wochen absolut resigniert hätte, wurden
heute mit Leichtigkeit absolviert.

Es kristallisiert sich immer mehr heraus, dass Johanniskraut positive
Wirkungen auf die Psyche hat.

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Beitrag von Lilly11 » Mo Apr 02, 2007 5:22 pm

Hi Ametrin,

schade..langer kein Tagebucheintrag mehr von dir. Habe sie immer sehr gespannt mitverfolgt.
Geht es dir immer noch so gut? Vielleicht schon so gut, dass du das Forum fast schon vergessen hast? :P
Habe heute auch mal in der Apotheke nach Johanniskrautkapseln gefragt. Aber leider wurde mir gesagt, dass diese die Wirkung der Pille beeinträchtigen..das ist mir dann doch etwas zu Risikoreich :roll:

Lass mal wieder was von dir hören,

alles Liebe

Lilly

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Beitrag von Ametrin » Mi Jun 27, 2007 5:48 am

Hallo, ich bin zurück!

Im Monat April und Mai hatte ich das Problem Erröten gut unter Kontrolle.
Das Präparat Johanniskraut wurde bis vor einigen Tagen eingenommen und
zeigte die letzten zwei Monate auch positive Wirkungen.

Seit Juni aber zeigen sich gehäufte Rückfälle.
Möglicherweise bin ich bereits Immun gegen das Kraut. Jedenfalls hab ich
die Einnahme nun ausgesetzt und werde sie mit großer Wahrscheinlichkeit
auch nicht wieder aufnehmen.

Außerdem ist mit jeglicher Substanz die man von Außen zuführt wahrscheinlich
auch kein Dauererfolg zu erreichen und ist im Prinzip nur eine Unterstützung
auf dem Weg der Heilung.
Heilung wird aber nur dann stattfinden wenn wir dem Problem an der Wurzel
begegnen. Und das liegt meiner Meinung nach bei 99,9 % der Erythrophobieker in der Psyche bzw. im Gedankenmuster.

Wie in der Überschrift schon angekündigt bin ich wieder zurück. Sowohl
hier im Forum wie auch an meinen schlimmsten Tagen meiner Erythrophobie.

Vorerst liebe Grüße

Ametrin
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Beitrag von Ametrin » Do Jun 28, 2007 10:41 am

Warum leiden wir an Erythrophobie?

Ich habe schon vieles in diesem Forum gelesen und finde folgendes sehr interessant:

Wir haben alle das gleiche Problem, aber trotzdem teilen sich die Meinungen
in allen nur möglichen Richtungen. Manche sagen, dass das eigentliche Problem
nicht das Erröten ist, sondern die Phobie. Andere behaupten, dass das Hauptproblem das Erröten ist
weil ja dann die Phobie gar nicht bestehen könnte.
Im Prinzip ist beides richtig. Da stellt sich die gute alte Frage ob nun die Henne oder das Ei zurerst da war.....

Manche sind der Meinung dass alles in den Genen liegt, wobei andere wiederum
das Problem auf einen inneren Komplex zurückführen.
Wenn man hier die Buddhistische Lehre von Karma in Betracht ziehen
würde, würde man aber auch hier einen Konsens finden.

Ist es vielleicht möglich, dass sich negatives Karma aus einem früheren
Leben in unserem Gengut manifestiert hat?

Für mich wäre das eine plausible Erklärung.
Möglicherweise begingen wir in einem früheren Leben eine Tat die wir
nachher bereuten und wofür wir uns schämten.
Jedoch konnten wir unsere Tat nicht vollständig bereinigen....

Liebe Grüße

Bastian
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Beitrag von Bastian » Do Jun 28, 2007 12:19 pm

Nee...is schon klar. Sehr plausibel!

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